Bei Rot über die Ampel?
Es ist eine
Binsenweisheit, die wohl jeder unterschreibt. Wenn man
etwas falsch anpackt, ist der Schiffbruch nicht weit.
Dieses
Malheur werden wir vermeiden. Denn beim Geld hört die Freundschaft
auf.
Ist das
tatsächlich so? Und wenn ja, warum?
Lassen wir den Zankapfel
zunächst
beiseite. Wir umschiffen
die Klippe einfach, weil wir knallhart vom vorgetrampelten Pfad der
Tugend abweichen.
Getreu dem Motto des
hochdekorierten
rhetorischen Haudegens Edgar K. Geffroy
(„Das
einzige was stört ist der Kunde“), ändern wir
einfach die Regeln. „Die besten
Gelegenheiten ergeben sich dann, wenn man die Grundregeln ändert“.
Das müsse man
nämlich tun, hämmert er seinem vorwiegend unternehmerischen Publikum
immer
wieder ein,
wenn man erfolgreich sein und die Nase vorn haben wolle.
Für uns
bedeutet das nun nicht, dass wir künftig immer bei Rot über die Ampel
fahren. Wir ersparen
uns aber die ganze Palette hausbackener
Rezepte. Die werden uns klassischer
Weise immer wieder serviert, damit wir angeblich in X Jahren in die
finanzielle Freiheit
oder ins Millionärslager entfliehen können. Ohne Gewähr versteht sich.
In den meisten
Fällen hätten wir dann in 300 von den 500 Tagen nichts anderes zu
tun,
als unsere
Ausgaben zu checken, sauber Buch zu führen, zu diversifizieren, Pläne
aufzustellen, Pläne zu befolgen, was zur Seite zu legen, auf Nummer
Sicher zu
gehen, und und und …
Die Leistung
dieser Systeme soll nicht geschmälert werden, sie sind nur nicht unser
Ding.
Und von der Panik, dass alles ohnehin zwecklos sei, weil sowieso alles
den Bach
runter geht, lassen wir uns auch nicht
infizieren.
Wir begehen
außerdem einen Tabubruch, wir REDEN über Geld. Das tun
viele Menschen
eben nicht,
auch wenn Geld immer wieder in aller Mund ist. „Über Geld spricht man
nicht“, schon gar nicht über das Eigene. Man hat es oder eben nicht.
Letzeres
führt erst recht zu peinlicher Stille.
Wenn wir aber
über etwas sprechen, sollten wir wissen, wovon wir reden. Was ist
eigentlich
Geld? Damit Sie erkennen, dass diese Frage nur scheinbar einfältig und
leicht
zu beantworten ist, tun Sie es doch einfach mal: Stift, Papier
... und los
geht es.
Bei der
Einordnung Ihrer Notizen helfen Ihnen
vielleicht
die beiden Videoausschnitte (2x11
Minuten) einer Vorlesung der Psychologin Monika Müller an der Uni
München
weiter.
Im KlickTipp
finden Sie einen Link zu gesamten Vortrag (67 Minuten). Den sollten Sie
sich in
Ruhe anschauen.
Auf Edgar. K.
Geffroy kommen wir dann später (auch per Video) noch einmal zurück.