Bellevue-Strategie
Ein-Million-Euroschein
Grundstrategie
Schmerzgrenze
Runde 1
Folge 022
Tag 37 von 500 auf dem Weg zu 199.000 Euro
Kreisverkehr-Teufelskreis

Hart an der Schmerzgrenze

    Auch wenn wir uns für den zeitgemäßen menschen- freundlichen Weg entschieden haben. Die Hindernisse werden wir dabei keinesfalls unterschätzen.

   Von Hause aus befinden wir uns auf eingetretenen Pfaden. Von denen müssen wir wohl runter. Solche Einsichten sind mitunter schmerzlich. Aber es nutzt nichts.  Was wir einmal gelernt haben, bringt uns leider nicht immer besonders weit.  Zum Thema Geld und wie man es verdient wird den Menschen immer wieder die gleiche Story eingebläut.
3-Wege-Richtung-Entscheidung
   Alle kennen den Lehrplan: "wir müssen ganz viel arbeiten. Und wir müssen hart arbeiten. Je härter wir arbeiten, umso besser wird  es uns später gehen. Nur so kann etwas aus uns werden." Die ewige Litanei und goldene Lebensregel. Wann denn genau später ist sagt uns natürlich niemand. Außerdem sind die, die uns das alles beigebracht haben, später einfach verschwunden.

   Die Rentenkassen sind leer, der Finanzminister ist ständig abgebrannt. Das pfeifen die Spatzen von den Dächern. Deshalb lautet die verzweifelte Direktive von oben, dass wir zu allem Überfluss auch noch immer und immer länger arbeiten sollen, am besten solange, bis wir vom Rollator fallen. Erst dann dürfen wir es uns mit der Rente gutgehen lassen. Natürlich müssen wir auch dann noch ein bisschen hinzuverdienen, weil das sonst gar nichts wird mit dem gutgehen lassen.

Wohin-soll-das-führen

   „Die Rente ist sicher“, ja, das war leider gestern und damals schon wenig seriös. Wer allzulaut, das Wort Sicherheit im Munde führt, darf sich über unser Misstrauen nicht wundern. Denken Sie dabei  an Ihr Erspartes. Das ist weniger sicher als Sie denken. Darum werden wir in dieser Richtung auch einiges tun.

   Auch die Theorie von der harten Arbeit und dem anschließenden Wohlstand hat sich schon längst als trügerisch entpuppt. Fragen Sie doch einmal diejenigen, die nach jahrzehntelanger harter Arbeit einfach vor die Tür gesetzt worden sind, die krank werden oder einfach als  zu alt gelten.

Zwei-Seiten

   Zwar soll bis 70-80 gearbeitet werden. Aber ab 40 kommt Sand ins Getriebe. Der Wert menschlicher Arbeitskraft wird plötzlich immer geringer eingeschätzt. Die Wunschkandidaten im Bewerbungskarussell sind  bevorzugt hochspezialisierte, bestens Ausgebildete,  finanziell Genügsame am besten nicht über 30-jährige mit jahrzehntelanger Berufserfahrung, anpassungsfähig und ohne Bammel vor dem Herzinfarkt.

   Grundsätzlich ist an dem Lehrsatz von der harten Arbeit durchaus etwas dran. Denn je mehr und je härter wir arbeiten, desto besser geht es denjenigen, für die wir arbeiten. So rum wird ein Schuh draus und das ist auch überhaupt kein Geheimnis. Gewinnmaximierung ist schließlich öffentliches Lehrfach. Darum machen die meisten dieses Spiel ja auch mit.

   Eine kleine Pause für unser gestresstes Gehirn kann da vielleicht nichts schaden. Dann findet es vielleicht von selbst den logischen Weg  aus dieser Misere.  Unser Organ zwischen den Ohren könnte dann vielleicht die Frage stellen, ob es für unser eigenes Wohlergehen nicht sinnvoller ist, einfach auch mal für uns selbst zu arbeiten statt immer nur für andere.

Sinnvolle-alternative
   
   Herkömmliche Arbeit ist ohnehin nicht genug vorhanden. Sonst würden ja nicht so viele an die Luft gesetzt. Und der Begriff Arbeit muss ja nicht immer mit einem trüben Dasein in der Hölle eines Straflagers gleichgesetzt werden.

   Das Know-how für den erfolgreicheren Weg ist bestens bekannt und wird auch ganz selbstverständlich eingesetzt. Nur ist das eben keine Volksbewegung. Wir erkennen auch keine großen Anstrengungen, dieses Wissen mal eben nach unten weiter zu reichen.  Erfolgsgeheimnisse werden in der alten Informationswelt nicht so gern geteilt. Abschreiben ist nicht unbedingt erwünscht.

   Dennoch ist es nur ein kleiner Schritt. Wir müssen nur zugreifen.
 
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Autor/Herausgeber: Manfred Hoffmann - Impressum/Nutzungsbedingungen