Theoretisch
reich
Ich weiß nicht, wie oft Sie sich schon mit
den
Themen Erfolg und finanzieller Unabhängigkeit beschäftigt haben. Ich
weiß nicht wieviele Bücher und sonstige Fachliteratur sie gelesen und
wieviel Veranstaltungen über Erfolgstechniken,
Persönlichkeitsentwicklung und Vermögensaufbau Sie schon besucht
haben.
Auch ist mir nicht bekannt, wieviel heiße Tipps Sie schon befolgt und
wieviele Sie in den Wind geschossen haben.
In Bezug auf
unser
Vorhaben werden Sie bald herausfinden, was davon brauchbar war und was
Sie
über Bord werfen können. Die ganz einfache Frage ist doch, hat das
alles bisher erkennbar positive Veränderungen gebracht oder ist eher
alles beim alten geblieben?
Das Kernproblem
ist immer das Gleiche. In der
Theorie viel
Geld haben bedeutet noch lange nicht, dass wir den nächsten
kalten Winter in unserer Zweitwohnung sorglos am warmen Palmenstrand
verbringen können. Die vielen Ratgeber haben eines gemeinsam. Sich
rechnen uns reich. Das vermehrt aber allenfalls deren Reichtum, während
wir auf der Stelle treten.
Dabei werden
uns von der Erfolgsindustrie gegen
bares Geld
Weisheiten beigebracht, die seit Menschen Gedenken bekannt sind und
teilweise in der Bibel völlig umsonst nachzulesen sind. Das ist so, als
würde der Pfarrer bei seinen Schäflein die Hand aufhalten, weil er
ihnen die heißen Tipps gibt, sie mögen dem Freund
bitte
nicht die Ehefrau ausspannen und auf keinen einen anderen Menschen töten, weil sie dann nicht in den Himmel sondern ins
Gefängnis kämen. Wir kommen auf diese Masche noch zurück.
Nicht alles was
sich Geheimnis nennt ist auch
eines.
Manche Banalität wird zu einem solchen Geheimnis, weil sie uns schlicht
und ergreifend vorenthalten oder konsequent totgeschwiegen wird. Was
nicht in den Lehrplan der Eltern aufgenommen worden ist, lernen die
Kinder erst recht nicht. Mit einem solchen "Geheimnis" werden Sie auch
gleich zu Beginn unserer Reise den ersten Durchbruch erzielen.
Ein beliebter
pädagogischer Ansatz ist auch der,
bei dem
wir über den konkreten Inhalt des Supergeheimnisses im Unklaren
gelassen werden. Weil, das Geheimnis erschließt sich einem nur dann und
ist
auch nur dann wertvoll, wenn wir selbst darauf kommen. Dazu müssen wir
eben
fleißig lesen, Erfolgsbücher kaufen, Coachingbriefe abonnieren und
Seminare besuchen. Die Erleuchtung ließe dann nicht auf sich warten.
Das ist immer wieder die gleiche heilsbringende Botschaft.
Kehren wir noch
einmal zum Reichrechnen zurück.
Gern wird
uns dabei demonstriert, wie einfach auch aus bescheidenen Anfängen
große Summen zustande kommen. Wir haben das in der Einstiegsinformation
"Das
Problemgesetz" schon einmal kurz gestreift.
Überall finden sich
in der Erfolgsliteratur
ähnliche
Tabellen wie die nachfolgende. Nur 10,00 Euro (frührer stand da noch
10,00
DM !) müsse man täglich beiseite legen, dann bringe man es zu was. Je
nachdem
welche Rendite dabei angesetzt wird, ergäbe sich z.B. nach 30 Jahren
folgendes Bild:
| Zinssatz |
Anlagesumme
Euro
|
Endkapital
Euro |
Zinsen
mit Zinseszins
Euro |
Monatlicher
Ertrag nach
30 Jahren bei 10% |
| 2% |
109.500 |
147.600 |
38.100 |
318 Euro |
| 3 % |
109.500 |
174.000 |
64.500 |
538 Euro |
| 5
% |
109.500 |
245.600
|
136.100 |
1.134
Euro |
| 7
% |
109.500 |
352.900
|
243.400 |
2.028
Euro |
| 10 % |
109.500 |
624.200
|
514.700 |
4.289
Euro |
| 15
% |
109.500 |
1.692.000
|
1.582.500 |
13.188
Euro
|
Zinseszins-
und
Renditerechner gibt es im Internet an jeder Ecke. Solche
Zahlenspiele
bleiben jedem unbenommen. Sie sind auch vollkommen richtig. Wer also
täglich 30 jahrelang seinen Zehner abzweigt und für 10% anlegt kann
sich danach mit monatlich 4.200 Euro zu Ruhe setzen, wenn es ihm
geling, das angesammelte Kapital auch weiter mit 10% Rendite anzulegen.
Das ist sicherlich nicht schlecht. Damit er aber davon etwas hat, muss
er mit 20-30 Jahren damit anfangen. Alle anderen fallen per heute unten
durch.
Da treffen wir nun
auf verschiedene Hindernisse,
die an
dieser Stelle gar nicht so sehr ausgebreitet werden sollen. Erstens
muss der Ruhestandsanwärter in diesen jungen Jahren auch tatsächlich
monatlich die 300 Euro abzweigen können und wenn er es rechnerisch
kann, muss er es natürlich mental erst einmal draufhaben, das auch zu
tun.
Ein anderes Hindernis
ist wohl noch gravierender.
Gehen
Sie doch einmal zur Bank und präsentieren stolz Ihren täglichen Zehner.
Wenn Sie dann wirklich zwei Prozent bekämen, könnten Sie schon
glücklich sein. Wenn Sie dem freundlichen Personal aber sagen, Sie
bräuchten wegen Ihrer Ruhestandsberechnung aus Ihrem klugen Buch 10%,
wird man Sie dort eher als neurologisch behandlungsbedürftig betrachten.
Wir werden das Ganze
sicherlich etwas praxis-
orientierter
angehen müssen. Wir wollen ja keine 30 Jahre auf unseren warmen Strand
warten, sondern uns in 500 Tagen einen Grundstock von 199.000 Euro
zulegen.
Warum ist das
ganze Thema hier noch einmal auf dem
Tisch?
Nicht zuletzt als Erinnerung an die vielen Denkschubladen um Sie herum.
Falls Sie so unvorsichtig (oder so mutig) waren, Anderen von Ihrem
199.000 Euro
Ziel zu erzählen, werden Sie schon die ersten Erfahrungen gemacht
haben.
Hilfreich: die Erfolgsverhinderer
im Auge behalten.
Die Alternative:
mit vierfacher
Absicherung zuverlässig ans Ziel

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